Sprache
Kontakt
hero overlay
News |08.02.2023

Geringes Transaktionsvolumen und steigende Renditen

Das Jahr 2022 war für viele Teilnehmer am Stuttgarter Immobilien-Investmentmarkt eine große Herausforderung. Gründe dafür liegen insbesondere darin, dass Eigentümer ihre Preiserwartungen anpassen mussten, da die steigenden Zinsen sowohl Investoren als auch private Käufer zunehmend stärker belasten als in den Jahren zuvor.

Vor allem Projektentwickler haben, nicht zuletzt aufgrund des andauernden Konfliktes in der Ukraine, mit hohen Bau- und Energiekosten sowie Rohstoffknappheit zu kämpfen. Aus diesem Grund seien einige Projekte in Stuttgart ins Stocken geraten.

1,1 Mrd. Euro betrug 2022 der Umsatz am Stuttgarter Immobilien-Investmentmarkt. 2021 betrug das Investmentvolumen 2 Mrd. Euro und selbst im wirtschaftlich unsicheren Pandemiejahr 2020 waren es immerhin 1,2 Mrd. Euro. Zwar wird derzeit davon ausgegangen, dass sich der Immobilienmarkt in Stuttgart ab der zweiten Jahreshälfte 2023 wieder normalisiert, dennoch wird für das Jahr 2023 insgesamt ein erneut schwaches Transaktionsvolumen von zirka 1 Mrd. Euro erwartet.

Stuttgart verzeichnet zudem steigende Renditen in allen großen Immobilien-Assetklassen. Die Spitzenrendite bei Büros ist um 95 Basispunkte auf 3,5 Prozent gestiegen und liegt damit deutlich über den historisch niedrigen 2,65 % Anfang 2022. Für Objekte in 1A-Shopping-Lagen konnten bis zu 3,6 % erzielt werden und auf dem Logistikmarkt bis zu 3,95 %. Stuttgart weist zusammen mit Frankfurt unter den Big Seven die höchste Bürospitzenrendite aus. In München beträgt die Bürospitzenrendite nur 3,2 Prozent.

Quelle: Immobilienbrief Ausgabe 339; https://www.immobilienverlag-stuttgart.de/wp-content/uploads/archiv_pdf/2023/Immobrief_339_2023.pdf

Autor: Martin Stöckel